30Sep
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Bei all der Euphorie rund um den Nintendo 3DS sollte nicht vergessen werden, dass es einen großen Wermutstropfen gibt. Nein, nicht der Preis, denn dieser ist bisher für Europa und die USA noch gar nicht angekündigt worden (die im Internet kursierenden 300 Dollar sind lediglich die direkte Umrechnung des Yen-Preises). Es ist das späte Releasedatum!
Analysten, Fans und angebliche Insider (die mal wieder Unrecht hatten) sprachen von einer Veröffentlichung im Jahr 2010, zumindest in Japan. Herausgekommen ist ein Japan-Release im Februar 2011 und im März 2011 für Europa & die USA.
Nun hat Nintendo-Präsident Satoru Iwata die Entscheidung zum vergleichsweise späten Release während des Presseevents begründet: “Zunächst dachten wir es sei Wünschenswert den 3DS innerhalb diesen Jahres zu launchen, daher erstellten wir unsere Wirtschaftsprognosen auf dieser Basis. Nun ist jedoch klar klar, dass wir – sollten wir dieses Jahr starten – nicht in der Lage dazu sein werden ausreichend viele Einheiten zu liefern.”
Gute Entscheidung? Schlechte Entscheidung? Erinnert man sich an den Launch der Wii zurück mit einer viel zu hohen Nachfrage, so scheint Nintendo dieses Dilemma nicht mehr wiederholen zu wollen. Sicher, es liest sich gut, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Teilweise wird dies sogar gezielt zu Marketing-Zwecken eingesetzt (nicht wahr, Apple?). Letztlich sollte man jedoch nicht vergessen, dass hierbei potenzielle Käufer bzw. grundsätzlich kaufwillige vergrault werden können und zur Konkurrenz abwandern. Dies ist zwar im Fall des 3DS unwahrscheinlich, da es ein ähnliches Gerät so nicht auf dem Markt gibt, doch die Gefahr besteht dennoch.
Quelle: Nintendo World Report